Geschichte der Triggerpunkt-Therapie
Akupunktur im Osten, Triggerpunkte im Westen? Viele Triggerpunkte befinden sich an denselben Stellen die man auch von der Akupressur her kennt. In vielen alten Kulturen waren diese Punkte bekannt. Unsere Schulmedizin hatte dieses Wissen lange Zeit fast völlig ausser Acht gelassen. An der über 5000 Jahre alten, als Ötzi bekannten Gletschermumie vom Hauslabjoch (Tirol), sind insgesamt 15 Tätowierungen entdeckt worden. Sein gut erhaltener Körper wurde mit grossem Aufwand untersucht um seine Lebensgeschichte, aber auch seinen körperlichen Zustand zu dokumentieren. Verblüffend ist, dass die Tätowierungen fast ausschliesslich an Akupunkturpunkten liegen, die für seine diagnostizierten Leiden auch heute noch in der traditionellen Chinesischen Medizin verwendet werden. Dieses Wissen war nicht nur im Osten erhalten geblieben, auch zum Beispiel in Finnland wurde mit dem Wissen um diese Punkte gezielt geschröpft.
Erst Anfangs des vorigen Jahrhunderts interessierten sich einige wie F. Lange und Eversbusch, später Janet Travell und David Simons für diese Punkte und begründeten die moderne Triggerpunkt-Therapie wie wir sie heute kennen. Neben dieser eher physikalischen Betrachtung kann die Triggerpunktarbeit auch in der ganzheitlicheren, prozessorientierten Triggerpunktarbeit eingesetzt werden.
Heute bildet die Triggerpunkt-Therapie einen wichtigen Bestandteil in vielen physiotherapeutischen und manuellen Behandlungen.
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