Triggerpunkt-Therapie
(nach Travell und Simons)Triggerpunkte können als Bindegewebe-Ablagerungen angesehen werden.
Diese können zum Beispiel durch folgende Ursachen entstehen:
Überbeanspruchung durch Verletzungen wie z.B Zerrungen, Misstritte
Verspannungen nach Fehlhaltungen (schlechte Arbeitsplatz-Ergonomie, repetitive Bewegungen unter ungünstigen Bedingungen)
Schonhaltungen im Zusammenhang mit anderen auftretenden Schmerzen
Verspannungen aufgrund von Stress oder anderen äusseren Einflüssen
Verspannungen aufgrund von psychischen Einflüssen
All diese Möglichkeiten führen zu einer Minderdurchblutung des Muskelgewebes und können die Ursache für einen Triggerpunkt sein, diese Bindegewebsansammlung bewirkt jedoch ihrerseits wieder eine Minderdurchblutung - ein sich selbst erhaltender, schmerzhafter Teufelskreis kann entstehen... Die Triggerpunktarbeit ist ein möglicher Weg diesen Teufelskreis zu durchbrechen.
Triggerpunkte sind Stellen mit erhöhter Reizbarkeit. Durch Druck können Triggerpunkte gereizt werden, dabei überträgt jeder Muskel einen typischen Schmerz lokal oder in eine oft entfernt gelegene Zone (auch Referenzschmerzzone, "referred pain"genannt). Vom Auslösen dieses Schmerzes kommt die Bezeichnung Triggerpunkt (englisch Triggerpoint, "to trigger" = auslösen).
Schmerzskala
Ein wichtiger Bestandteil der Triggerpunktarbeit ist eine gute Kommunikation zwischen der behandelten Person und dem Triggerpoint Practitioner. Wir arbeiten mit einer Schmerzskala von 1 bis 5, 5 stellt den maximal erträglichen Schmerz dar. Es ist nicht Ziel an diesem Limit zu arbeiten und schon gar nicht darüber, viele sprechen auch von einem idealen "Wohlweg" in den wir arbeiten möchten. Später ist das Feedback auch über einen frei fliessenden Atem möglich.
"Stop"
Zusätzlich ist jederzeit ein "Stop" möglich falls der Schmerz zu stark wird oder sonst irgendetwas unangehm ist, dieses "Stop" bildet einen wichtigen und verlässlichen Rettungsanker. Wir möchten ermutigen dieses "Stop" zu benutzen, so kann das erlernen dieses "Stop" auch im Alltag angewendet werden. Diese führt dazu dass Überbelastungen gar nicht erst entstehen und man lernt sich besser abzugrenzen.Weiterführende Informationen zu Triggerpunkt-Therapien:
Anwendung der Triggerpunktarbeit in der ganzheitlichen, prozessorientierten Triggerpunktarbeit
Jeder Mensch hat "schlafende" Triggerpunkte, das heisst einzelne verspannte Muskelfasern. Bei Verletzungen, Entzündungen, venösen Stauungen oder Überbelastung kann eine muskuläre Dysbalance entstehen.
Triggerpunkte sind Bindegewebe-Ansammlungen auf dem Muskel-Hartspann. Ein aktiver Triggerpunkt ist in der Regel nur einige Millimeter gross und reagiert bei Druck mit Schmerz. Die therapierte Person bestimmt jederzeit wie fest der Druck des Therapeuten sein darf und kann mit "Stop" jederzeit eine Pause verlangen. Dieser Schmerz ist zwar erst unangenehm, führt aber bald zu einer Art "Wohlweh" und verschwindet oft ganz. Spezielle Streichungen und Dehnungen ergänzen die Triggerpunkt-Behandlung. Ergänzend wird eine konventionelle klassischen Massage empfohlen.
Triggerpunkt-Behandlungen eignen sich zum Beispiel bei:
Kopfschmerzen, Schwindel, Migräne
Schulter-, Nacken- und Rückenschmerzen
Schleudertrauma
Brustschmerzen (Engegefühl)
Golfer-Ellbogen, Tennis-Ellbogen
Pseudoischialgien, Hexenschuss
Knieschmerzen
Schmerzen im Fuss beim Gehen, Achillessehnenschmerzen, Sehnenansatzentzündungen
Kältegefühl in Händen oder Füssen
Schmerzen bei bestimmten Bewegungen
Schmerzen durch Körperfehlhaltungen
zur Schmerzlinderung bei Arthrosen
Gelenkschmerzen
Tinnitusgeräusche, Ohrensausen, Hörsturz
Verdauungsbeschwerden
Re-Integration der Körperwahrnehmung nach einer Geburt
...und vielen anderen Beschwerden des muskulären Bewegungsapparates.Bei vielen so genannten chronischen Leiden sind die Schmerzen schon über eine längere Zeit vorhanden, Jahre oder gar Jahrzehnte. Da die Triggerpunktarbeit das gesamte System verändert, können diese Schmerzen oft auch nach einer langen Zeit erfolgreich behandelt werden. Neben der Lösung der muskulären Komponente ist auch die Schulung der Körperwahrnehmung ein wichtiges Mittel zum Erfolg.
Weitere Informationen zur Triggerpunkt-Behandlung:
Neben dem lokalen Schmerz kann ein Triggerpunkt auch Schmerz in den so genannten Referenzzonen auslösen. Aber auch umgekehrt kann ein aktiver Triggerpunkt für diesen Schmerz selber verantwortlich sein. So lassen sich z.B Tennis- oder Golfer-Ellbogen, Kniebeschwerden und Kopfschmerzen behandeln, dabei wird nicht nur der eigentliche, schmerzende Punkt des Patienten behandelt, sondern der ursächliche Triggerpunkt gesucht.
Primäre Triggerpunkte können in Synergisten (unterstützende Muskeln) und Antagonisten (Gegenspieler) sekundäre Triggerpunkte auslösen. Es ist auch möglich dass in weiter entfernteren Muskeln so genannte Satelliten-Triggerpunkte aktiv werden. So entstehen ganze, verkettete Systeme - die schwächste Stelle im Körper wird dann zum vermeintlichen Problem, die Ursache liegt jedoch woanders. Beim Lösen dieser Ketten kann es durchaus geschehen, dass nach dem Verschwinden der ersten schmerzenden Stelle ein anderer Schmerz an einer benachbarten Gliedmasse oder einem nahe gelegenen Muskel auftritt. Dies zeigt, dass man auf dem richtigen Weg zur Ursache der Dysbalance ist. Hat man diese Ursache gefunden und erfolgreich behandelt, bleiben die Schmerzen sehr oft dauerhaft weg.
Geschichtlicher Hintergrund zur Triggerpunkt-Therapie
prozessorientierte Triggerpunktarbeit
Für Termine oder Fragen klicken Sie: HIER