Beckenboden-Training
     Einzelsitzungen für Männer und Frauen - Gruppen auf Anfrage

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Der Beckenboden ist eine Netzwerk von Muskelfasern und Bindegewebsschichten, der sich in drei Muskellagen aufteilt. Eingebettet zwischen den vier Fixpunkten Schambein, Steissbein und den beiden seitlichen Sitzbeinhöckern schliesst der Beckenboden den Rumpf nach unten ab und sorgt dafür, dass Gebärmutter, Blase und Darm bleiben, wo sie hingehören. Ausserdem ist er auch für die Öffnungen von Harnröhre, After und Vagina verantwortlich.

Meist rückt der Beckenboden erst dann ins Bewusstsein, wenn Beschwerden auftreten: ungewollter Urinverlust, Senkung von Gebärmutter und Blase, Erektionsprobleme, Harnverhalten beim Mann, Startverzögerung beim Wasserlassen, Rückenschmerzen.

Die Gründe für eine Beckenbodenschwächung sind vielfältig:

Bei der Frau:

Schwangerschaft, Geburten, Dammschnitte, Dammrisse, schlechte Haltung, Übergewicht, Wechseljahre mit reduziertem Östrogenspiegel, Unterleibsoperationen, chronischer Husten, schwere körperliche Arbeit, mangelndes Körperbewusstsein.

Mögliche Folgen davon sind:

  • Blasenschwäche
  • Inkontinenz von Urin, Wind oder Stuhlgang
  • Reizblase, chronische Blasenentzündung
  • Belastungsinkontinenz
  • Dranginkontinenz
  • Gebärmuttersenkungen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und Orgasmusschwierigkeiten
  • Blasensenkung, Gebärmuttersenkung

Beim Mann:

Männer sind aufgrund ihrer Anatomie wesentlich weniger von den Folgen eines schwachen Beckenbodens betroffen, da das männliche Becken enger, und nicht nur der Beckenboden, sondern die gesamte Körpermuskulatur kräftiger ist. Ausserdem wird er nur von zwei Öffnungen, dem After und der Harnröhre, durchbrochen.

Trotzdem spricht man heute auch beim Mann von Wechseljahren mit veränderter Hormonlage, ab 50 Jahren.

Häufige Erkrankungen bei Männern sind:

  • Erkrankungen der Prostata,
  • Erektionsstörung, erektiler Dysfunktion, Impotenz
  • vorzeitiger Samenerguss
  • abakterielle Prostatitis, chronic pelvic pain syndrom

Beckenbodentraining gehört zur unerlässlichen Rehabilitation beispielsweise nach Prostatakrebs-Operationen. Das kontinuierliche Training kann meist zu einer deutlichen Verbesserung, wenn nicht zur vollständigen Wiederherstellung der Kontinenz beitragen. Dasselbe gilt übrigens auch für Erektionsstörungen."

Beckenbodentraining ist somit gezielte Prävention und Therapie für diverse Krankheiten und Beschwerden.

Alltagstipps für jede Frau und jeden Mann

  • Achten Sie bei allen Arbeiten auf die Körperhaltung sowie darauf, über die Seite abzuliegen und aufzustehen.
  • Bücken Sie sich bei schwerem Heben immer rückengerecht und atmen beim Hochkommen mit gleichzeitigem Anspannen des Beckenbodens aus.

Im Weiteren:

  • beim Husten/Niesen und Lachen aufrecht bleiben
  • kein Pressen auf der Toilette
  • nach dem WC den Beckenboden anspannen
  • kein Einschnüren um den Bauch
  • bei einer bekannten Beckenbodenschwäche: keine Schüttelbelastungen (Sport, Stepper, Joggen, abwärtsgehen…)

Beckenbodentraining fördert die Belastungsfähigkeit und Vitalität ihres Beckenboden und schult die Wahrnehmung.


Nähere Informationen erhalten Sie bei Romy Fischer

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